· 

Kleine Nager mit großem Niedlichkeitsfaktor

Ziesel
Ziesel

 

Schon nachdem ich vor einigen Jahren eine Kolonie der kleinen Europäischen Ziesel in Tschechien besucht habe (Galerie-Zieselbilder), war mir klar, das ich wann immer sich mir die Gelegenheit bieten würde, ich erneut mit Begeisterung diese kleinen Nager beobachten wollte.

Und in diesem Jahr war es dann endlich wieder so weit!

Vorsichtiges Jungtier
Vorsichtiges Jungtier

Kurze Info:

Das Europäische Ziesel oder auch Schlichtziesel genannt wird auf der Roten Liste geführt und ist in Deutschland bereits ausgestorben, seid 2006 wird allerdings versucht es wieder anzusiedeln.

Von Tschechien über Österreich, Ungarn, Rumänien bis hin nach Bulgarien erstreckt sich ihr Lebensraum heute noch, kleinere Populationen leben aber auch in Polen sowie in Griechenland, Jugoslawien sowie der Türkei.

Erwachsene Ziesel wiegen nur ca. 200 bis 400 Gramm und haben eine Körperlänge von etwa 20 cm, zzgl. Schwanz von ca. 7 cm. Die Ziesel leben in Erdhöhlen und halten einen Winterschlaf, der jedoch  oft schon im März endet. Die pflanzliche Nahrung der Ziesel besteht aus Gräsern, Blättern, Wurzeln und ähnlichem. Kleine Insekten und vor allem Regenwürmer sind für die Hörnchen eine Delikatesse.

Ziesel im Duo
Ziesel im Duo
Überblick behalten
Überblick behalten
Der Warnpfiff!
Der Warnpfiff!

Den lieben langen Tag sieht man sie über die Wiesen flitzen, nachdem sie ihre Bauten am Vormittag wieder verlassen haben, um eifrig mit der Nahrungssuche fort zu fahren.

Dabei kann man auch beobachten wie sie sowohl einander als auch ihr Umfeld stets im Auge behalten, sich untereinander mal wohlgesonnen geradezu liebkosen, oder aber auch zänkisch zu streiten wissen.

 

Das ist jetzt mein Halm...
Das ist jetzt mein Halm...

 Immer wieder könnte ich diese kleinen Nager beobachten, Stundenlang ohne das es dabei langweilig werden würde. Ihre Winzigkeit, ihr Familienverbund, die Wendigkeit, und Wachsamkeit und die großen schwarzen Augen...  Einfach zu niedlich!

Genüssliches Mümmeln... oder doch ein Mundharmonikaspieler?
Genüssliches Mümmeln... oder doch ein Mundharmonikaspieler?

Bei meiner diesjährigen Reise durch Österreich durfte also ein Besuch der Zieselkolonie nicht fehlen, das stand jedenfalls fest.

  Hallo..., wer bist denn Du?
Hallo..., wer bist denn Du?
Nö... ich hab bestimmt nicht´s gefuttert.
Nö... ich hab bestimmt nicht´s gefuttert.

 

Und auch wenn den Zieseln hier die Menschen schon nicht mehr wirklich Fremd sind, so sind sie doch alle sofort in den unzähligen Bauen verschwunden, sobald man sich ihnen nur merkbar nähert.

Da heißt es dann wieder einmal Geduld zu haben und darauf zu warten, das sich irgendwo auf der großen Wiese wieder ein Ziesel hinaus traut...

 

Distanz.... Bitte nicht stören!
Distanz.... Bitte nicht stören!

Um sich dann allmählich wieder an die winzigen Nager heran zu pirschen, denn es wird garantiert nicht so schnell langweilig bei den Zieseln, ganz bestimmt nicht.

 

Ein Pfeifchen in Ehren...
Ein Pfeifchen in Ehren...

Die Tatsache das die Ziesel ja nicht gerade groß sind macht das fotografieren in ansprechender Form bzw. Perspektive nicht gerade einfach, nein, es ist eher ein wenig mühselig, doch ein jedes Bild was so dort entsteht, lässt mich die Unbequemlichkeit schnell vergessen.

Adultes Tier
Adultes Tier
Jungtier
Jungtier

Für so manchen Zweibeiner der das Treiben ebenfalls ein wenig verfolgte, waren übrigens an diesem Tag, nicht die Ziesel die eigentliche Attraktion, sondern die in der Wiese wohl etwas seltsam anmutende Fotografin mit dem Teleobjektiv.

Denn mal mehr oder weniger versteckt lies man es sich nicht nehmen, auch ein paar scheinbar

"lustige Erinnerungsfotos" für das Urlaubsalbum von mir zu machen...

 

Munteres Jungtier
Munteres Jungtier
Immer in Eile...
Immer in Eile...
Und zwischendurch immer wieder die Umgebung sichern
Und zwischendurch immer wieder die Umgebung sichern

Diese Bilder konnten nun einmal hauptsächlich entstehen, gerade wegen des relativ schlechten Wetters welches während meines Aufenthaltes im Burgenland herrschte.

Es war recht stürmisch und regnete in dieser Zeit einfach immer wieder, so das die eigentlich für diesen Zeitraum geplante Makrotour bei netten Fotokollegen leider nicht statt finden konnte.

 

Fast sieht man sie inmitten der Gänseblümchen nicht, wie gut das sie sich ab und an auch aufrichten
Fast sieht man sie inmitten der Gänseblümchen nicht, wie gut das sie sich ab und an auch aufrichten

So habe ich die trockenen Abschnitte des Wetters und den Zeitüberschuss positiv genutzt und diese Zeit ebenfalls bei den Zieseln verbracht. Aber ich denke es gibt sicherlich schlechtere Alternativen...

 

Ähmmm..., wie denn, wo denn, was denn?
Ähmmm..., wie denn, wo denn, was denn?
Vorsichtig und Schutz suchend
Vorsichtig und Schutz suchend

An dieser Stelle gehen also heute nochmals viele Grüße ins Burgenland, verbunden mit herzlichem Dank!

Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal auch mit der Makrotour...

 

Und auch mit dicken Backen...
Und auch mit dicken Backen...

Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Karl-Heinz Namyslo (Dienstag, 09 September 2014 09:41)

    Hallo ,Marina
    schöne Fotos der Ziesel das Tier immer im Vordergrund und in der Tier ebene Fotografiert und gut
    eingestellt. Dein Bruder



  • #2

    • Marina (Dienstag, 09 September 2014 17:43)


    Hallo Karl-Heinz,
    schön das Du auch mal "rein geschaut" hast,
    es freut mich sehr wenn auch Dir meine Bilder gefallen!
    Liebe Grüße und bis bald,
    Marina

  • #3

    Frank Müller (Donnerstag, 11 September 2014 16:23)

    Hallo Marina,
    Die kleinen Burschen sind echt " knuffig",da kann ich verstehen wenn man den Finger nicht mehr vom Aüslöser bekommt!
    Besonders " Ein Pfeifchen in Ehren" gefällt mir ausgesprochen gut, dieser Blick - einfach klasse!
    Viele Grüße
    Frank

  • #4

    • Marina (Donnerstag, 11 September 2014 17:03)


    Hallo Frank,
    ja so ist es tatsächlich!
    Man hofft ja eigentlich immer auch noch eine ganz bestimmte Situation ablichten zu können,
    was sich dann leider in den seltensten Fällen erfüllt, weil man ja als Reisender leider keine unbegrenzten Möglichkeiten hat, was den Zeitaufwand angeht.
    Aber ich war trotzdem zufrieden.
    Viele Grüße
    Marina