An den Küsten der Bretagne     - 1 -

 

 

Wie hab ich sie genossen, die Zeit in der Bretagne...

Und endlich habe ich es nach einer gefühlten Ewigkeit nun auch geschafft, mich durch die ersten Landschafts-Bilder dieser wunderschönen Region Frankreichs zu arbeiten...

 

Raue Küstenlandschaft im Nordwesten der Bretagne / Finistère
Raue Küste im Nordwesten der Bretagne

Die Küstenlandschaft der Bretagne wird an zwei Seiten, zum einen durch die bretonische Atlantikküste sowie durch die Ärmelkanalküste geprägt. Das Wasser des Meeres zeigt sich somit in den verschiedensten Blau- Grau- und Grüntönen. Die Klippen und Felsen der Küsten können schroff und steil, aber auch sanft und rund sein, graue und gelbliche sowie rote Gesteine findet man hier im Wechsel vor.  Dazu gibt es nicht nur Steinstrände sondern auch herrliche Buchten mit feinsten Sandstränden, somit bietet sich immer wieder  ein abwechslungsreicher und spannender Anblick, der mich mehr als einmal staunen lies.

 

Le Petit St Michel
Petit St Michel

In der Nähe vom Cap d'Erquy, steht diese kleine Kapelle, versteckt auf einer vorgelagerten Insel, hinter den Steilklippen der Smaragdküste, die "Petit Ilot St. Michel".

Unter strenger Beachtung der Gezeiten läßt sich die Kappelle tatsächlich auch zu Fuß erpilgern, doch der Tidenhub beträgt hier bis zu 14 m und die Flut kommt rasend schnell, unglaublich schnell, was man keinesfalls unterschätzen sollte.

 

Wächter-Haus zwischen den Felsen, Kerlouan. Bretagne
Das Wächter-Haus

Bei diesem schlichten aber trotzdem beeindruckenden Wächterhaus zwischen den Felsen,  entschied ich mich bewußt für eine schwarzweiß Umsetzung, um die karge Wirkung noch zu betonen.

 

Phare de Saint-Mathieu
Phare de Saint-Mathieu

Frankreichs Leuchttürme sind die Wahrzeichen der Küstenregionen.

In allen Regionen der Bretagne entlang der Küste am Atlantik und am Ärmelkanal, sowie auf den Inseln, ragen sie stolz in den  Himmel. Die unterschiedliche Architektur und Bauzeit machen sie neben den besonderen Standorten zu eindrucksvollen Bauten, welche so auch für mich zu beliebten Motiven wurden...

 

Landschaft in der Bretagne mit Leuchtturm, Phare de Kermorvan
Einer der zahlreichen Leuchttürme in der Bretagne
Phare de Pontusval
Phare de Pontusval

Auch wenn viele dieser Motive schon oft fotografiert wurden, bringt doch jeder Tag wieder neue Möglichkeiten mit sich und so entstehen immer und immer wieder neue Ansichten und Perspektiven.

Doch die Hauptsache ist für mich, es macht auch einfach immer wieder unglaublich viel Spaß alles durch den eigenen Sucher zu betrachten und in Szene zu setzen!

 

Phare du Petit Minou
Phare du Petit Minou

Am meisten genoß ich aber wohl die stillen Momente, am Ende eines Tages, an denen man wie so oft noch  voller Spannung hoffnungsvoll  in den Himmel schaut und darauf wartet, auch beim letzten Motiv noch im richtigen Augenblick auf den Auslöser zu drücken...

 

Sonnenuntergang an der bretonischen Küste
Sonnenuntergang an der bretonischen Küste

Streng genommen gehört das folgende Bild nicht wirklich in die Bretagne Kategorie, denn der Mont St. Michele liegt auf einer kleinen vorgelagerten  Insel im Wattenmeer der Normandie,  es ist allerdings auch die unmittelbare Grenze der Normandie zur Bretagne und wenn man in die Bretagne reist, kommt man daran einfach nicht vorbei...     Der Berg und seine Bucht gehören seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

 

Le Mont-Saint-Michel
Le Mont-Saint-Michel
Phare de Mean Ruz
Phare de Mean Ruz

Unglaublich Abwechslungsreich zeigte sich die Bretagne, Landschaftlich wie auch Wettertechnisch und es gab jeden Tag aufs neue so vieles zu entdecken...

 

Kleine Bucht in der Bretagne
Kleine Bucht in der Bretagne
Möwen im dichten Nebel
Möwen im dichten Nebel

Nicht immer gab es  auf Grund des Wetters uneingeschränkte, freie Sicht. Während meines Frankreich-Aufenthalts war auch der Nebel  ein häufiger  begleiter. An einigen Tagen war der Nebel sogar so dicht, dass man kaum seine eigenen Füße erkennen konnte und dieser Zustand hielt dann an, vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Hätte ich es nicht besser gewußt, hätte ich mich an solchen Tagen eher in Schottland gewähnt, doch dort habe ich den Nebel in solcher Ausdauer zum Glück nie erlebt.

 

Cap Frehel; Landschaft in der Bretagne
Cap Frehel - Bretagne
Irgendwo zwischen den Dünen der Bretagne
Irgendwo zwischen den Dünen der Bretagne

Doch wie es nunmal in der Reisefotografie so ist, die Zeit des Aufenthalts ist leider nur begrenzt, man kann oft nicht alle Vorhaben verwirklichen und auf gute Licht und Wetterverhältnisse nur hoffen. Trotz bester Vorausplanung bleibt doch immer auch ein Unsicherheitsfaktor, allerdings gibt es so vielleicht auch  einen Grund zur Wiederkehr...

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Kommentare: 6
  • #1

    Jana (Montag, 22 August 2016 13:19)

    Genau das selbe Wetterphänomen habe ich letztes Jahr in der Bretagne erlebt. Das Wetter wechselte stündlich und man konnte sich nie sicher sein, das die Sonne noch am Wunschort scheint. Die Wege sind lang, aber manchmal hatte ich Glück und genau im richtigen Moment kam die Sonne raus. Ich hatte aber nicht soviel Regen erwartet, aber wenn man genau hinschaut und die vielen Flechten an den Bäumen sieht, ist es das ganze Jahr über sehr feucht und die schönen Sonnen-Bilder täuschen über die Wirklichkeit hinweg. Eigentlich müsste man dort mindestens ein Jahr lang wohnen, um die schönsten Motive im stimmungsvollen Licht fotografieren zu können, so habe ich auch nach 2 Wochen nur eine ganz kleine Ausbeute mitgebracht. Aber es ist so schön in der Bretagne, dass die schönsten Bilder in den Erinnerungen gespeichert sind.

  • #2

    Marina (Mittwoch, 24 August 2016 20:56)

    Hallo Jana,

    ja da kann ich Dir zu 100% zustimmen...

    Viele Grüße
    Marina

  • #3

    Karl-Heinz (Donnerstag, 15 September 2016 19:20)

    Ich höre immer wieder, wie schön die Landschaft und die Küste der Bretagne ist.
    Da ich mich seit Jahren mit dem Gedanken trage, diese Region einmal hautnah kennen zu lernen meine Frage, wie seid ihr gereist? Wohnmobil?
    Vielen Dank für die Informationen im voraus.
    Viele Grüße
    Karl-Heinz

  • #4

    Marina (Freitag, 16 September 2016 15:41)


    Hallo Karl-Heinz,
    ja stimmt, wir waren tatsächlich mobil unterwegs,
    wodurch man natürlich auch relativ flexibel ist.
    Allerdings gibt es besonders in Küstennähe auch verlockende
    Unterkünfte...
    Die Bretagne ist bestimmt immer eine Reise wert,
    so oder so.
    Viele Grüße
    Marina
    .

  • #5

    Patrick (Samstag, 22 Oktober 2016 21:43)

    Die Bilder machen Lust darauf, die Bretagne zu bereisen. Ich kann mich an meine dortigen Aufenthalte als Kind leider nur noch schwach erinnern. Ich weiß aber, dass mich die rauhen Strände dort sehr beeindruckt haben. Als Landschaftsfotograf gibt es dort wohl an jeder Ecke was zu entdecken, so scheint mir. Zu welcher Jahreszeit sollte man denn dort am besten aufkreuzen? Ist es im Sommer überlaufen?
    Beste Grüße,
    Patrick

  • #6

    • Marina (Sonntag, 23 Oktober 2016 15:42)


    Hallo Patrick,
    ja die Bretagne ist wirklich ein Eldorado für den Landschaftsfotografen...
    Die Jahreszeit für einen Aufenthalt dort sollte man ganz nach seinen Vorlieben bzw. Vorhaben wählen, bei recht wechselhaftem Wetter gibt es dort relativ milde Winter und eher angenehme Sommermonate ohne wirklich brütende Hitze.
    Und ich denke es ist in der Bretagne wie überall sonst wohl auch, besonders zur allgemeinen Ferienzeit wird es hier und da auch schon ein wenig "eng".
    Aber wie gesagt, es richtet sich alles auch nach den ganz persönlichen Vorlieben.
    Viele Grüße
    Marina